© Hallischer Hanseverein e.V. (aktualisiert: 13.11.2019)
Verein zur Förderung der Hansekultur in Halle an der Saale

Halle - eine Hansestadt

1281-1479 / seit 2001

Hanseblätter des Hallischen Hansevereins
Halles Wappen - eine Theorie
Um 1116 wurde das Kloster Neuwerk in Halle gegründet. Es wurde zum mächtigsten Kloster über 400 Jahre lang. Gewidmet war es unter anderem der Jungfrau Maria. Auf einigen Altären wird auch über der Jungfrau ein sechsstrahliger Stern gezeigt mit dem Wort Maris darunter (lat. für "des Wassers"). Um 800 wurde der Marienhymnus Ave Maris Stella geschrieben, da heisst es: "Meeresstern, sei gegrüßt, Gottes Hohe Mutter" (Ave, maris stella, dei mater alma...) Im Siegel des Probstes von Neuwerk sind neben dem Kloster auch ein Halbmond und ein sechszackiger Stern zu sehen. Daraus könnte die Vermutung ergehen, dass das Wappen der Stadt Halle (es entstand wesentlich später) doch der Mutter Gottes einerseits und der zweite Stern der Geburt ihres Sohnes Jesus gewidmet sein könnte. Der Halbmond (Lunula) verhält sich in der christlichen Symbolik wie die Mutter zum Sohne, Maria zu Christus. Der Vollmond wurde mit ihrer Schwangerschaft verglichen (Conrad von Megenberg 1309-1374) und demnach war Christus aus ihr geboren (Halbmond??). Es liegt also nahe, dass das Wappen Halles eine sehr christliche Bedeutung hat, wie in dieser Zeit üblich, aber leider ist es, wie vieles andere auch, nur eine Vermutung oder Ableitung.
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Siegel des Probstes vom Kloster Neuwerk
Oben rechts der Stern mit der Inschrift "Maris"
Mariendarstellung mit den Symbo- len der Lauretanischen Litanei, XVII. Jahrhundert, Kathedrale in Bayeux (Frankreich)